07. Juli 2021

Sommertour der Hoffnung des Rheinischen Präses mit Saarland-Tag gestartet


Vom 6. bis 13. Juli sammelt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Dr. Thorsten Latzel, auf seiner Sommertour Hoffnungsgeschichten. Dazu radelt er einmal quer durch die Landeskirche - vom Saarland bis an den Niederrhein. Start und die ersten Stationen der Tour lagen im Saarland.

Dienstag, 6. Juli. Kurz vor acht Uhr läuten die Glocken der Saarbrücker Ludwigskirche zum Morgensegen und Auftakt der „Sommertour der Hoffnung“. Gute Hoffnung brauchen der Präses mit seinem Team und die weiteren Radfahrer. Die ersten Schauer gab es an diesem Morgen schon. Nur der freundlich erhellte kreuzförmige Kirchraum bildet einen starken Kontrast zum dunklen Himmel. Nach aufmunternden Gedanken von Superintendent Christian Weyer sendet Kreiskantor Ulrich Seibert die tapferen Radfahrer mit den munteren Klängen von „Straight Ahead“ (Michael Schütz) auf den Weg.

Erste Station: Im Saarbrücker Stadtteil Schafbrücke regnet es ihn Strömen. Sturzbäche fließen den schmalen Aufgang zum Lorenzberg hinunter, auf dem sich die Evangelische Kirche der Gemeinde versteckt. Kein Problem für die Radler, die mit dem E-Bike unterwegs sind. Nass, aber frohgemut erreichen sie planmäßig das Ziel. Auf dem Weg gab es vom Fahrrad aus eine kleine Führung durch Saarbrücken, verrät Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann, der die erste Etappe mitfuhr. Nun aber schnell ins Trockene.
Die Schafbrücker sind vorbereitet: Zu süßen Teilchen gibt es heißen Kaffee zum Aufwärmen. Erwärmend ist auch die Hoffnungsgeschichte, die Pfarrer Jörg Metzinger zu bieten hat. Über 400 Tage, nach eigener Aussage der „Stationsrekord“, lag er in Heidelberg auf der Intensivstation, in Erwartung eines Spenderherzens. Während all der Zeit gaben die vielen Ehrenamtlichen seiner Kirchengemeinde weder ihn noch die Gemeinde auf
Inzwischen ist Metzinger zurück an Bord, entwickelte mit seinem Team die virtuelle Gemeinde „Lorenz*Space“, einen Erprobungsraum der Landeskirche. Es gibt digitale und hybride Angebote, dazu ein Projekt gegen Rechtsextremismus im kirchlichen Raum („Nein und Amen“).

Nächster Stopp: Hühnerfeld. Dort ist der Name Programm. Denn die Evangelische Kindertagesstätte „Buntes Leben“ der Kirchengemeinde Sulzbach/Saar betreibt dort seit dem Frühjahr einen kleinen Stall, bald auch mit Freigelände. Zehn Hennen und ein Hahn fühlen sich dort pudelwohl, werden sie doch insbesondere von den Kindern mitversorgt und betreut. Über diese Fürsorge freut sich der Präses ganz besonders. Am Hühnerstall ist er in seinem Element, hatte doch seine Familie früher selbst Hühner – und vor allem Hähne. „Die Nachbarn waren froh, als es mit der Zeit weniger Hähne wurden“, erinnert er sich lachend zurück an viel Gackern und Krähen im Hause Latzel.
Die Hühnerfelder Hühner sind Teil eines Projekts zur nachhaltigen Ernährungserziehung. Bald werden Kinder, Erzieherinnen und Eltern die Eier genießen können.

Mittagspause: Die Reihen der begleitenden Radler haben sich deutlich gelichtet, als der Trupp zur Station an der Schutzhütte am Jugendwald (Illingen-Hüttigweiler) ankommt. Dort werden sie herzlich begrüßt von zahlreichen Gemeindegliedern der Kirchengemeinde Landsweiler-Schiffweiler. Passend dazu brechen die Wolken auf, die Sonne zeigt erstmals sachte ihr Gesicht. Der „Tiertag“ geht weiter, denn Pfarrerin Wildtrud Bauer hat vier ihrer besonderen Helfer mitgebracht: Sie heißen Nanu, Alejandro, Samson und Nuri, haben dickes weißes oder dunkelbraunes Fell und sind je zwei Lamas und zwei Alpakas.
Präses Latzel darf mit Alejandro eine Runde durch den eigens aufgebauten Parcours drehen. „Er hat ganz schön Führungsqualitäten“, stellt die Fachfrau, Pfarrerin Bauer, mit einem Augenzwinkern fest. Acht Tiere hat sie insgesamt, die sie in die Gemeindearbeit integriert – in der Seelsorge, bei Pilgertouren oder auch als lebendige Krippe an Weihnachten.
Zum Abschluss gibt es sogar einen feuchten Lama-Kuss für den Präses. Schließlich weiß der schlaue „Nanu“, dass der internationale Tag des Kusses ist.

Als sich der Präses und sein Team auf den Weg ins rheinland-pfälzische Muhl aufmachen, tun sie das mit freudigem Winken. „Ich komme wieder“, lässt er verlauten. Die Saarländerinnen und Saarländer werden ihn daran erinnern.

 

Videos zu allen Station des ersten Tags der Sommertour gibt es auf dem Präses-Blog der EKiR: https://praesesblog.ekir.de/beitrag/tour-etappe-1-06-07-saarbruecken-idar-oberstein/





Zurück